Steintime Österreich
Seit mehr als 10 Jahren erscheint die Zeitschrift
Steintime Österreich zweimal jährlich. Herausgeber
ist die VÖN, Vereinigung Österreichischer Natursteinwerke.
Steintime informiert über die Verwendungsmöglichkeiten von
Naturstein in allen Bauaufgaben.
Leser sind Architekten, Zivilingenieure sowie Bauämter
der Landeshauptstädte, Magistrate und größeren Gemeinden.
Hochschulen, HTLs sowie alle Baugenossenschaften sind ebenfalls
Empfänger von Steintime. Ebenso die planenden Baumeister,
technische Büros für Innenarchitektur sowie technische Büros
für Landschaftsplanung und Landschaftspflege.
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Vorteil Stein
Wer ein Haus baut, will etwas Bleibendes schaffen: Oder Preise gewinnen und berühmt werden.
Manchmal gelingt beides. Heute fällt immer wieder die Vokabel sustainable, nachhaltig, wenn es um das zeitgenössische Bauen geht. Und tatsächlich: Gebäude sollen heute in Würde altem und altem und altem. Denn: Haltbarkeit ist profitabel. Wenn es gut läuft, kann ein Bauwerk einige Jahrhunderte alt werden: mit einem festen Fundament, einer guten Idee und der richtigen Geste.
Einige Gebäude in Griechenland, Ägypten oder Italien halten schon seit mehr als 2.000 Jahren. Ein gewisser Marcus Vitruvius Pollio hat ab 33 v. Chr. in seinen zehn Büchern über Architektur drei Dinge benannt, die die Seele guter und damit langlebiger Architektur zusammenhalten: Firmitas, Utilitas und Venustas: also Festigkeit, Praktikabilität und Schönheit.
Noch immer ist die Dreieinigkeit dieser Werte der gültige Bodensatz aller Architekturtheorien. Anders gesagt: »Bauen bewegt sich zwischen den Polen der Erhaltung der Körperwärme und des rituell-kultischen und ist für das survival during life genauso wie auch für das survival after life zuständig«, wie der Wiener Hans Hollein im typisch kryptischen Stil seiner Zunft erklärt.
Es kommt vor allem auf die Mischung an. Gut gebaut allein reicht nicht, ist aber die Voraussetzung. Kein anderer Berufszweig scheint so gut als Berater für Langlebigkeit geeignet zu sein wie der des Architekten. Das glauben zumindest die Architekten.
Selbstbewusst fordert der finnische Architekt Juhani Pallasmaa die Langsamkeit als eines von sechs Hauptthemen in der Architektur für das dritte Jahrtausend: »Wir brauchen eine Architektur, die Schnelllebigkeit und Moden zurückweist. Denn die Architektur verfügt über eine stillschweigende Weisheit, die sich in der Geschichte und der Tradition angesammelt hat.«
Und? Was außer Naturstein würde sich dafür besser eignen?
Dr. Anton Helbich-Poschacher
Vorsitzender der VÖN
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